Wie kalkuliert die gesetzliche die Beiträge und welche Probleme resultieren daraus für die Zukunft?
Wie auch die gesetzliche Rentenversicherung
(GRV) werden die Beiträge in der GKV nach dem Umlageverfahren verteilt.
Unter Umlageverfahren versteht man die Erhebung des Versicherungsentgelts.
Dabei werden die Ausgaben einer Periode nach einem Schlüssel auf die
Versicherten umgelegt. Gelder, die eingehen, werden zum selbem Zeitpunkt
wieder ausgezahlt. Rückstellungen werden nicht gebildet. Wie in der
gesetzlichen Rentenversicherung sind somit die Bevölkerungsstrukturen nach
Altersgruppen her maßgebend. Eine Überalterung der Bevölkerung wirkt sich
insoweit nachteilig aus, dass jetzt mehr ältere und damit höher
kostenverursachende Mitglieder von immer weniger Beitragszahlern finanziert
werden müssen. Betrachten wir die demografische Entwicklung und die
Prognose in die Zukunft, so erkennen wir erhebliche Probleme, sowohl in der
gesetzlichen Krankenversicherung, als auch in der gesetzlichen
Rentenversicherung.
BILD
In der jüngsten Vergangenheit konnten wir
noch von einem Verhältnis Beitragszahler und Leistungsempfänger von 2 : 1
ausgehen. Bei fortlaufender Entwicklung haben wir im Jahre 2025 eine
Relation von 1 : 1. "Das Sozialversicherungssystem in Deutschland muß
grundlegend umgebaut werden und auf eine Mindestversorgung reduziert
werden." Das jedenfalls fordern viele Politiker und Experten.
Betrachtet man die
Krankheitskostenentwicklung mit zunehmendem Alter, setzt diese in Relation
zur Bevölkerungsentwicklung ist zur Problematik der GKV bezogen auf die
Zukunft, jeder weitere Kommentar überflüssig.