Private Krankenversicherung
 Private Krankenversicherung

| Home | Sitemap | Kontakt | Wir über uns |

Private Krankenversicherung
Private Krankenversicherung

Kann der Arzt von der Schweigepflicht entbunden werden?

Nach § 203 StGB machen sich u. a. Ärzte strafbar, wenn sie unbefugt Privatgeheimnisse preisgeben, die ihnen kraft ihres Amtes oder Standes anvertraut worden sind. Die Verfolgung tritt nur auf Antrag ein.

Die Ärzte sind nur dann zur Offenbarung befugt, wenn (1) das gesetzlich vorgeschrieben wird, (2) eine Entbindung von der Schweigepflicht erfolgte oder (3) ein höherwertiges Rechtsgut geschützt werden muß.

Die in der PKV versicherten volljährigen Personen haben durch ihre Unterschrift auf dem Versicherungsantrag die Ärzte, die sie behandelt haben oder zukünftig behandeln werden, für die Dauer des Versicherungsverhältnisses von ihrer Schweigepflicht entbunden. Durch diese Befreiung von der Schweigepflicht wird es den Ver-icherern ermöglicht, sich die erforderlichen Auskünfte über den Gesundheitszustand der versicherten Personen bei Ärzten einzuholen.

Für minderjährige Personen gibt der gesetzliche Vertreter diese Entbindungserklärung ab. Sie bleibt auch nach Eintritt der Volljährigkeit so lange rechtswirksam, bis der Volljährige sie dem Versichere gegenüber widerruft. In diesem Fall kann sich der Versicherer auf § 34 VVG (Auskunftspflicht) stützen und nun selbst von dem Volljährigen verlangen, diese Erklärung abzugeben.

Erteilt ein Arzt einem PKV-Unternehmen auf dessen Angabe, der Patient habe ihn von der Schweigepflicht entbunden, eine Auskunft, so verstößt er weder gegen strafrechtliche noch gegen standesrechtliche Vorschriften.

Auch Angestellte von Krankenversicherungsunternehmen, die mit Arztauskünften in Berührung kommen, sind sowohl gesetzlich als auch vertraglich zur Verschwiegenheit verpflichtet.


Private Krankenversicherung Vergleich
Private Krankenversicherung