Private Krankenversicherung
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Welche Entscheidungshilfen kann ich nutzen?

Wer vor der Wahl steht, den quält immer die eine Frage. "Woran erkenne ich den bester Versicherer und welche Maßstäbe muss ich ansetzten?" Ein Patentrezept gibt es hierfür nicht. Dennoch können einzelne Punkte auf ein solides Unternehmen hinweisen oder Negativmerkmale von einzelnen Gesellschaften aufgezeigt werden. Vergleiche und Ratings aus den Medien können zwar eine Hilfestellung geben sind aber isoliert betrachtet durchaus fraglich.

Einzelne Kriterien sind nicht ausschlaggebend für die Wahl des besten Krankenversicherers. Es sollte immer ein Wechselspiel mehrere Kennziffern und Leistungsaussagen sein. Zudem sollte man jede betriebswirtschaftliche Kennziffer von mindestens zwei Seiten betrachten.

Dennoch kann man Regeln anwenden, um den Kreis der Versicherer stark einzugrenzen, um letztendlich nur noch die Wahl zwischen wenigen zu haben. Diese Entscheidungshilfen sind im folgenden dargestellt:

1. Versicherer, die wenig oder keine Beitragsrückerstattung auszahlen sind nicht empfehlenswert. Die Überschusssituation dieser Unternehmen ist "mangelhaft" und zeigt, dass die Ausgabenseite kritisch hoch angestiegen ist.

2. Neue Gesellschaften sollte man vermeiden, da das Preisleistungsverhältnis nicht dem Marktschnitt entspricht und die zukünftige Beitragsentwicklung völlig unklar ist.

3. Gesellschaften, die neue Tarife bei ähnlichen Leistungskatalogen auf den Markt bringen sollte nicht in die engere Wahl miteinbezogen werden. Sie zeigen, dass die alten Tarife nicht mehr wettbewerbsfähig sind und das nur ein neu kalkulierter Tarif einen scheinbaren Wettbewerbsvorteil gibt. Sie packen das Übel nicht an der Wurzel und werden mit den neuen Tarifen innerhalb von mehreren Jahren das Niveau der Alttarife erreichen.

4. Mit Unternehmen, die in Fusionsverhandlungen stehen bzw. aufgekauft werden sollen, sollte man sich nicht vertraglich binden. Hintergrund sind hohe Kosten einer Fusion und die Ursachen die hinter eines Aufkaufes stehen. Dazu gehören oft ungünstige Versichertenstrukturen und fehlende Ertragskraft.

5. Die Versicherer sind empfehlenswert, die bei wichtigen und i.d.R. eindeutigen Kennziffern überdurchschnittliche Werte erlangen. Hierzu gehören Vorsorgequoten, Kapitalanlagen, samt stiller Reserve und den Kapitalertragsquoten.

6. In die engere Auswahl sollten auch die Gesellschaften kommen, die über lange Zeiträume mit unterdurchschnittlichen Beitragsanpassungen aufwarten.

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